Das erste Plastik wurde erfunden, damit keine Elefanten mehr gejagt werden mussten. Damals fertigten Handwerker Billardkugeln und andere Alltagsgegenstände aus Elfenbein an. Die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff führte jedoch zu einem drastischen Rückgang der Elefantenpopulation. Elfenbein wurde schließlich so teuer, dass ein US-amerikanischer Billardkugelhersteller eine Belohnung von 10.000 Dollar1 für die Entwicklung einer günstigeren Alternative aussetzte.
Der Druckergeselle John Wesley Hyatt erfand ein solches Material, nannte es Zelluloid, meldete 1869 ein Patent dafür an und bekam das Geld. Der neu erfundene Kunststoff ersetzte nicht nur Elfenbein, sondern auch Schildpatt, Perlmutt, Koralle und Seide. Die Tiere mussten nicht länger für die Gewinnung dieser Rohstoffe getötet werden. Inzwischen zählt die Verschmutzung durch Kunststoffabfälle zu den größten Umweltproblemen. Die Wissenschaftsjournalistin Susan Freinkel fasst diese Entwicklung so zusammen: „Früher wurde Plastik als Rettung der Umwelt angesehen, heute dagegen betrachten wir es als einen der größten Feinde der Natur.“2
Um der wachsenden Müllproblematik entgegenzuwirken, sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Start-ups und Initiativen entstanden. Einige entwickeln nachhaltige Alternativen zu Plastik, um von vornherein zu verhindern, dass Abfälle entstehen. Andere setzen auf innovative Technologien und Programme, um vorhandenen Müll effizienter zu recyceln und wiederzuverwerten. Wieder andere konzentrieren sich darauf, bereits entstandene Umweltschäden zu beseitigen.
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