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Kohleabbau und Politik

Wie die AfD von der Geschichte des Bergbaus profitiert

Im nördlichen Ruhrgebiet legte die AfD bei der letzten Bundestagswahl deutlich zu. Der Süden liegt weiterhin fest in der Hand der SPD. Wie beeinflusst die Industrialisierung das Wahlverhalten?

Veröffentlicht am 28.04.2026
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Nach der Bundestagswahl 2025 geriet die Stadt Gelsenkirchen in den Fokus politischer Analysen. Erzielte die SPD 2013 in Gelsenkirchen noch ihr deutschlandweit bestes Ergebnis, wurde sie nun von der AfD überholt, die nach Zweitstimmen stärkste Partei im Wahlkreis wurde. Was war passiert?

Die meisten Erklärungsversuche verweisen auf aktuelle soziale Probleme, wie die Armutsmigration in sogenannte Schrottimmobilien, verfallende Häuser, die an Einwanderer aus Südosteuropa vermietet werden. Diese Entwicklungen spielen eine Rolle, sind allerdings eher Symptome grundlegenderer Probleme. Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die tieferen Ursachen mehr als 300 Millionen Jahre zurückreichen könnten.

Die politische Verschiebung im nördlichen Ruhrgebiet ist demnach eine späte Folge der regionalen Bergbaugeschichte. Wie stark die AfD in verschiedenen Teilen des Ruhrgebiets ist, hängt damit zusammen, wann dort der industrielle Kohleabbau begann. Und das wiederum hängt mit der Entstehung der Kohlevorkommen vor rund 300 Millionen Jahren zusammen: je tiefer die Kohle unter der Erde lag, desto später wurde mit ihrem Abbau begonnen und desto stärker ist dort heute die AfD.

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