Der internationale Rüstungshandel stagniert – das zeigt eine Analyse des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri. Gleichzeitig verlagern sich die globalen Waffenströme: Während Exporte nach Europa und Amerika zunahmen, gingen sie in vielen anderen Regionen zurück.

Die USA bleiben mit einem Anteil von 43 Prozent an den weltweiten Waffenexporten unangefochtene Spitzenreiter – sie lieferten zwischen 2020 und 2024 etwa gleich viele Waffen wie die acht nächstgrößeren Exporteure zusammen. Frankreich folgt mit knapp zehn Prozent, Russland fällt auf Rang drei zurück, nachdem seine Exporte um 64 Prozent einbrachen. Hauptabnehmer US-amerikanischer Waffen sind weiterhin Saudi-Arabien, Japan und seit 2022 auch die Ukraine.

Europa verzeichnete den stärksten Importanstieg weltweit: plus 155 Prozent im Vergleich zur Vorperiode – angetrieben fast ausschließlich durch den russischen Angriffskrieg. Die Ukraine war zwischen 2020 und 2024 der weltweit größte Waffenimporteur: Rund neun Prozent aller globalen Lieferungen gingen dorthin, überwiegend als Militärhilfe. Die Rüstungsimporte Israels blieben im Vergleich zu 2015 bis 2019 trotz des Nahostkonfliktes nahezu stabil.
