Mindestlohn schafft klaren Abstand zum Bürgergeld
Eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass sich Vollzeitarbeit zum Mindestlohn finanziell deutlich vom Bürgergeld abhebt – und zwar überall in Deutschland.
Laut den Berechnungen liegt das verfügbare Einkommen einer alleinstehenden Person mit Mindestlohn bei monatlich rund 1.570 Euro, mit Bürgergeld bei etwa 1.015 Euro – ein Unterschied von knapp 55 Prozent. Bei Familien ist der Abstand noch größer: Alleinerziehende mit einem Kind haben rund 750 Euro, Paarfamilien mit zwei Kindern rund 660 Euro mehr als vergleichbare Bürgergeldhaushalte. Der regional unterschiedliche Einkommensvorteil lässt sich laut WSI vor allem durch unterschiedliche Wohnkosten erklären – aber nicht durch zu hohe Sozialleistungen.
Aussagen darüber, ob das Bürgergeld Menschen vom Arbeiten abhält, lassen sich aus der Studie allerdings nicht ableiten.