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Polnisch-belarusische Grenze

Grenzmauern schaden dem Ökosystem

Veröffentlicht am 30.11.2025
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Zäune und Mauern an Grenzen hindern nicht nur Menschen am Durchkommen, sondern können auch erhebliche Belastungen für die Natur mit sich bringen. Zu diesem Fazit kommt eine Studie, für die Wissenschaftler 18 Monate hinweg untersucht haben, wie sich der Grenzzaun zwischen Polen und Belarus auf den dortigen Białowieża-Urwald, seine Tiere und Pflanzen auswirkt.

Das Ergebnis? An der Grenze hielten sich deutlich mehr Menschen auf als nahe den Straßen im Inneren des Waldgebiets. Wildtiere hingegen mieden den Grenzbereich – besonders größere Pflanzenfresser wie Rehe und Hirsche. Kleinere Raubtiere wie Füchse und Dachse konnten die Barriere teilweise überwinden und fanden bei den Militärposten Nahrung, was zu Kontakt mit Menschen führte. Diese wiederum hinterließen Plastikmüll, Baumaterialien, Lagerfeuer und gefällte Bäume – mit der höchsten Anzahl im eigentlich streng geschützten Bereich des Białowieża-Nationalparks. Auch mehr invasive Pflanzenarten wurden um die Grenze herum gefunden, wegen höherer Temperaturen und mehr Licht – und weil sie dort von weniger Feinden gefressen werden.