Gewinner, Verlierer und Champions
Kaffee gehört zu den wichtigsten gehandelten Agrarrohstoffen weltweit. Gemessen am Exportwert steht er an siebter Stelle im globalen Handel, direkt hinter Mais und Reis.1 Täglich werden rund drei Milliarden Tassen konsumiert – Tendenz steigend. Dieses Wachstum wird sowohl von klassischen Kaffeeregionen als auch von neuen Märkten, in denen Kaffee immer stärker an Bedeutung gewinnt, getragen. Ein Beispiel dafür ist der asiatische Raum. In Ländern wie Indonesien, Indien, den Philippinen, Thailand oder Vietnam steigen sowohl Produktion als auch Nachfrage, während im Nahen Osten, aber auch in Osteuropa, eine aufkommende Café-Kultur den Konsum ankurbelt.
Begünstigt durch eine Erholung der Ernten in Vietnam und Indonesien sowie Rekorderträge in Äthiopien dürfte die globale Kaffeeproduktion im Erntejahr 2025/26 mit rund 178,7 Millionen 60-Kilogramm-Säcken einen neuen Höchststand erreichen.2
Für viele Länder nahe des Äquators, im sogenannten Kaffeegürtel, ist Kaffee ein zentrales Exportgut und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Weltweit wird Kaffee in über 50 Ländern angebaut, überwiegend in tropischen Hochlagen.3 Die Produktion konzentriert sich jedoch zunehmend auf wenige Regionen. Zwischen 2017 und 2021 erzeugten nur 13 Länder – die sogenannten Kaffee-Champions – knapp 94 Prozent des weltweit gehandelten Kaffees.4 Die zwei größten Kaffeeproduzenten sind Brasilien und Vietnam, gefolgt von Ländern wie Kolumbien, Indonesien und Honduras.
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