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Medizinische Informationen

Gesundheitsprokrastination

Veröffentlicht am 05.12.2025
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Eine Auswertung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung von mehr als 90 Studien aus über 25 Ländern zeigt: Ein Drittel der Befragten möchte nichts über eine mögliche schwere Erkrankung wissen. Das heißt, sie verzichten bewusst auf unerwünschte medizinische Informationen – etwa indem Arztbesuche aufgeschoben, Tests vermieden und Ergebnisse ignoriert werden. Untersucht wurde der Umgang mit Krankheiten wie etwa Alzheimer, Huntington, HIV/Aids, Krebs und Diabetes. Am höchsten war die Vermeidungsquote bei Alzheimer mit 41 Prozent, bei Krebs betrug sie 29 Prozent.

Gründe für die Vermeidung von Informationen zum eigenen Gesundheitszustand sind insbesondere: kognitive Überforderung; ein geringes Gefühl von Selbstwirksamkeit, die eigene Gesundheit nicht selbst in die Hand nehmen zu können; Angst vor Stigmatisierung, etwa bei einem positiven HIV-Test; und fehlendes Vertrauen in das Gesundheitssystem. Um herauszufinden, ob sich das Verhalten auch auf die Gesundheit selbst auswirkt, sind weitere Studien erforderlich.

Die am meisten gefürchteten Krankheiten in Deutschland; 1.000 Befragte, 2024, in Prozent; Krebs: 73 Prozent; Alzheimer, Demenz: 55 Prozent; Schlaganfgall: 52 Prozent; Unfall mit schweren Verletzungen: 50 Prozent; Herzinfarkt: 42 Prozent.
Wie viele Menschen nichts davon wissen wollen, wenn sie folgende Krankheiten haben; Metastudie, 564.497 weltweit Befragte von 1987 bis 2024, Angaben in Prozent; Alzheimer: 41,3 Prozent; Chorea Huntington: 40,4 Prozent; HIV: 31,7 Prozent; Krebs: 29,1 Prozent; Diabetes: 24,3 Prozent.