Psychologie

Aktienbesitz lässt Vertrauen wachsen

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Redaktion
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Veröffentlicht am 06.12.2025
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Für ein wissenschaftliches Experiment sollten etwa 1.000 Personen in Israel bis zu sieben Wochen lang echte Aktien besitzen oder handeln. Das Ergebnis: Die Teilnehmenden zeigten anschließend ein um etwa sechs Prozent stärkeres Vertrauen in andere Menschen als die Vergleichsgruppe und gaben an, dass „den meisten Menschen vertraut werden kann“. Der Effekt war besonders deutlich ausgeprägt bei Männern, bei politisch aktiven Menschen sowie bei jenen, die im Rahmen des Versuchs erfolgreich investierten – die also finanziell vom Aktienhandel profitierten. Aber selbst wenn die Aktienkurse fielen oder die Teilnehmenden schlechte Entscheidungen beim Handeln trafen, trat der Effekt auf. Das bedeutet: Vertrauen ist nicht nur eine Voraussetzung, um an den Finanzmärkten teilzunehmen – also sein Geld in fremde Hände zu legen –, sondern kann auch eine Folge davon sein.